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FORSCHUNGSPROJEKT "BESATZFISCH"
 

Durch das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Robert Arlinghaus wurde über vier Jahre lang das Projekt „Besatzfisch“ durchgeführt. Die Forschungen mit erheblichem personellem und technischem Aufwand bezogen sich besonders auf den Hecht- und Karpfenbesatz. Eingebunden waren viele Vereine aus Niedersachsen, u.a. der SFV Frühauf Bramsche e.V.

Die Forschungsergebnisse, die durchaus Auswirkungen auf den jährlichen Fischbesatz der Fischereivereine haben können, werden in einem interessanten Film(62 Min.) vorgestellt.

>> HIER << geht es zum kostenlosen Download des Films.

Der Film ist auch über
"Youtube" abrufbar.

Zur >>Internetseite des Forschungsprojekts "Besatzfisch" << mit Impressionen, Informationen und Materialien.


Die zehn Besatzfisch-Kernbotschaften auf einen Blick

Angelfischerei und fachgerecht durchgeführter Fischbesatz vereinen Nutzung und Schutz von Fischen und Gewässern.

Fischbesatz ist das zentrale Hegeinstrument in der deutschen Angelfischerei und wird das nach Angaben der Entscheidungsträger in Angelvereinen auch künftig bleiben.

Organisierte Angler bevorzugen Fischbesatz gegenüber Hegealternativen. Dies führt in vielen Angelvereinen zu einer besatzbefürwortenden Grundstimmung, was zum Festhalten an Besatz als Routinehegemaßnahme beiträgt.

Besatz nicht natürlich reproduzierender Fischarten in zum Überleben geeigneten Gewässern ist fischereilich gesehen meistens erfolgreich, während der Besatz von Fischen in reproduzierenden Beständen häufig (unbemerkt) misslingt.

Erfolgreicher Besatz stellt unter bestimmten Bedingungen ein ökologisches Risiko für den Erhalt der heimischen biologischen Fischvielfalt dar. Zur Minimierung dieser Risiken sollte Besatz stets mit dem jeweiligen Gewässer genetisch nahe stehendem, gesundem Satzfischmaterial durchgeführt werden.

In Besatzfragen agieren hierzulande die meisten Angelvereine eigenverantwortlich; eine erfolgreiche Kommunikation von Prinzipien einer guten fachlichen Besatzpraxis muss daher lokal ansetzen.

Ausgewählte Wissensgrundlagen der guten fachlichen Besatzpraxis lassen sich über frontal vermittelte Fortbildungsseminare an Gewässerwarte und interessierte Angler vermitteln. Umweltpädagogisch besonders effektiv ist aber die Verbindung von Theorie und Praxis über gemeinsam durchgeführte Besatzexperimente.

Lernfähige Hege und Pflege, die jede durchgeführte Hegemaßnahme hinsichtlich ihrer Erfolge evaluiert, kann als Grundprinzip für die anglerische Hege und speziell das Besatzmanagement empfohlen werden.

Einheitsangelfänge (Fänge pro gefischter Zeit) korrespondieren besser als alle sonstigen Maßzahlen mit der Größe der Fischbestände. Entsprechend sollten Einheitsfänge die traditionelle Fischbestandsstatistik, die auf der Gesamtzahl entnommener Fische basiert, ablösen.

Nur wenn die Reproduktion stark eingeschränkt ist oder sogar fehlt, ist Fischbesatz die Hegemethode der Wahl. In allen anderen Fällen sind Regulierungen der Befischung oder die Revitalisierung der Lebensräume erfolgversprechender. Die Höhe der natürlichen Rekrutierung und die damit verbundene Besatznotwendigkeit sollte regelmäßig überprüft werden.





 
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