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2009: Elektrobefischung der Hase
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GEWÄSSERKUNDLICHE BERATUNG
 



 

Zu einer gewässer- und fischkundlichen Beratung hatte der Vorstand des FV Löningen Anfang März 2009 den Fischereibiologen des Landesfischereiverbands Weser-Ems, Dr. Jens Salva, eingeladen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Bewirtschaftung des Elberger Sees, der sich zur etwa Hälfte im Vereinsbesitz befindet.

Der See, angelegt Anfang der 80-iger Jahre durch den Sandabbau für die Löninger Umgehungsstraße, wird seit 1987 vom Fischereiverein Löningen bewirtschaftet.
Mit einem Alter von etwa 20 Jahren ist der See noch recht jung und damit relativ nährstoffarm.
Dr. Salva machte deutlich, dass diese Bedingungen beim Fischbesatz in besonderer Weise zu berücksichtigen seien. Mit seinem klaren Wasser sei das Gewässer besonders für den Hecht geeignet, der eher sichtiges Wasser bevorzugt als der Zander, der trübes, nährstoffreiches Wasser liebt. Auch der Barsch, der bereits größere Bestände bildet, komme mit diesen Verhältnissen sehr gut zurecht.
Als Nahrungsgrundlage für die Raubfische empfahl er, den Bestand an Rotaugen und Rotfedern zu stützen sowie das Gewässer verstärkt mit Gründlingen zu besetzen. Davon profitiere auch der Aalbestand, den er ebenfalls zu stützen empfahl.
Von einem stärkeren Besatz mit Karpfen riet er ab, da die Nahrungsbasis für größere Karpfenbestände noch nicht ausreiche. Die Entwicklung solle in den nächsten Jahren aufmerksam beobachtet werden. Auf keinen Fall solle der Brassen, der ein direkter Nahrungskonkurrent des Karpfens sei, gefördert werden.

Als wichtigste Sofortmaßnahme, um der strukturellen Armut dieses Gewässers entgegenzuwirken,regte Dr. Salva an, an bestimmten Stellen Totholz in Form von gefällten Bäumen einzubringen, um hier Unterstell- und Nahrungsplätze für Fische verschiedener Arten zu schaffen. Auch das Einbringen von ausgedienten Tannenbäumen sei eine sinnvolle Maßnahme, um vor allem Barschen und auch Zandern Laichplätze zu bieten.
Der Fischereiverein Löningen wird versuchen, in absehbarer Zeit in Abstimmung mit dem Landkreis Cloppenburg diese Maßnahmen umzusetzen.




 
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