Sie sind hier: Infos Rund um unsere Gewässer 2009:Elberger See: Weihnachtsbäume als Laichhilfen  
 RUND UM UNSERE GEWÄSSER
September 2013: Eisvogelbrutwände am Merschsee
2012: Baumaktion Merschsee
2011: Pflanzaktion am Merschsee
2012: Zustand der Hase
2011: Neues Pachtgewässer: Merschsee
2010: Elektrobefischung Mühlenbach
2009: Elberger See: Gewässerk. Beratung
2009:Elberger See: Weihnachtsbäume als Laichhilfen
2009: Niedriger Wasserstand der Hase
2009: Elektrobefischung der Hase
2007: Infotreffen zur Hase im Oktober 2007
2005: Pilotprojekt Löninger Mühlenbach
 INFOS
Gewässergüteklassen
Illegaler Handel mit Glasaalen
Entnahmefenster
Setzkescherproblematik
Totholz in Gewässrn
Zustand der Hase
Ehrenmitgliedschaft
" Der Löninger Mühlenbach fließt in die Zukunft"
Forschungsprojekt "Besatzfisch"
Schutz des Europäischen Aals
Mitglied werden
Persönliches
Rund um unsere Gewässer
Amtliches
Fisch des Jahres

WEIHNACHTSBÄUME ALS LAICHHILFEN
 



 

Bericht in der MT Mai 2009 (Text und Foto: Rudolf Thomann)

Dass ausgediente und verdorrte Weihnachtsbäume noch einem produktiven Zweck dienen können, bewiesen Mitglieder des Fischereivereins Löningen am Elberger Baggersee. Dieser etwa 6 ha große See, entstanden Mitte der 80-iger Jahre durch den Bau der Löninger Umgehungsstraße, wird seit über 20 Jahren von den Löninger Anglern bewirtschaftet. Als gewässerökologische Gestaltungsmaßnahme wurden nun an geeigneten Stellen alte Weihnachtsbäume versenkt, die verschiedenen Fischarten, besonders Zandern und Barschen, als Laichplatz dienen sollen.


Zurück zur Natur, unter diesem Aspekt steht das Projekt für den bei Anglern besonders beliebten Zander. Das bedeutet, dem vorhandenen Fischbestand durch den Einsatz von zusätzlichen Laichmöglichkeiten ein effizienteres Ablaichen zu ermöglichen. Die natürliche Fortpflanzung ist das vordergründige Ziel der Gewässerbewirtschaftung, die der Fischereiverein Löningen seit Jahrzehnten an seinen Gewässern betreibt. So soll im Elberger Baggersee ein sich selbst reproduzierender Zanderbestand aufgebaut und den vorhandenen Fischen eine optimale Eiablage ermöglicht werden. Als positiver Nebeneffekt können auf diese Weise die Aufwendungen für teuren Fischbesatz entscheidend eingeschränkt werden.
Ähnliche Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation wurden schon wiederholt in den letzten Jahren auch an anderen Gewässern durchgeführt.

Der Zander gehört zu den barschartigen Fischen, zu denen weltweit 40 Prozent aller Fischarten zählen, und ist einer der wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süßwasserfische. Er ist ein begehrter Speisefisch, der sommertrübe, nährstoffreiche Seen und langsam strömende Flüsse mit hartem, sandigen Grund bevorzugt. Bevorzugt lebt er im Freiwasser und hält sich nur selten in den Uferbereichen auf. Als Raubfisch geht er vorwiegend in der Dämmerung und Dunkelheit auf die Suche nach Nahrung, die vor allem aus kleineren Beutefischen besteht. Teilweise fressen Zander sogar den eigenen Nachwuchs, ähnlich wie der Hecht. Jungfische ernähren sich von tierischem Plankton und Fischbrut. Nachts kann er dank einer reflektierenden Pigmentschicht im Auge hervorragend sehen. So findet er seine Beute auch bei sehr schwachen Licht. Der Zander gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der schwer zu überlisten ist. Durchschnittlich wird der Zander bis etwa 70 cm lang und etwa 6 kg schwer. Besonders große Exemplare über 90 cm Länge und 7 kg Gewicht werden sehr selten gefangen. Das Alter kann bis zu ungefähr 15 Jahren betragen. Die Laichzeit fällt bei Wassertemperaturen von 12 - 15 °C in die Zeit von April - Juni. Zur Fortpflanzung sucht der männliche Zander, der Milchner, tief gelegene, sandig-kiesige Untergründe in seinem Wohngewässer auf. Dort schlägt er bevorzugt an Wurzelwerk und versunkenen Ästen eine Laichgrube. Das Weibchen, der Rogner, legt dort die ca. 1,5 mm großen, klebrigen Eier (150.000 - 200.000 je kg Körpergewicht) ab, wo sie anschließend bis zum Schlupf vom Männchen bewacht werden.




 
Druckbare Version