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GENERALVERSAMMLUNG 2010

Generalversammlung 2010

MT- Berichte vom März 2010(Text und Fotos: P. Wietstock):

Fischereiverein kritisiert ökologischen Zustand der Hase
- Generalversammlung beschloss Beitragserhöhung -

Umfangreiche Berichte des Vorstandes über die Aktivitäten für den Natur- und Gewässerschutz im vergangenen Jahr standen im Mittelpunkt der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Löninger Fischereivereins im Vereinslokal Lüdeke-Dalinghaus. Mit einer satten Mehrheit von 92 % stimmten die anwesenden Vereinsmitglieder nicht nur den erforderlich gewordenen Satzungsänderungen, sondern auch der vom Vorstand beantragten Beitragserhöhung um 10 Euro für die Mitglieder der Seniorenabteilung ab 2010 zu. Während der bisherige Jahresbeitrag für die Jungangler ohne Fischerprüfung unverändert bleibt, steigt der Beitrag für die Jungangler mit Fischerprüfung ab diesem Jahr um 5 Euro an.



Die Beitragserhöhung wurde vom Vorstand vor allem mit starken Preisanstiegen beim Besatzeinkauf, Pachten, Verbandsbeiträgen und erhöhtem Verwaltungsaufwand ausführlich begründet. Außerdem müsse eine Rückstellung für weitere in den nächsten Jahren auf den Verein zukommende Kosten gebildet werden. Der Verein habe seinen Jahresbeitrag in den letzten 24 Jahren insgesamt um lediglich 9 Euro angehoben.
Sowohl der 1. Vorsitzende Rudolf Thomann als auch Geschäftsführer Peter Wietstock bemängelten erneut den schlechten ökologischen Zustand der Hase, die vor allem in den Sommermonaten kaum noch Wasser führe und ständige Böschungsabbrüche und zahlreiche Sandbänke produziere. Es entstehe oftmals der Eindruck, als stünde ein biologischer Kollaps bei zusätzlich eintretenden schädlichen Einflüssen und "Umkippen" des Gewässers unmittelbar bevor. Der Löninger Fischereiverein, dem das Niedersächsische Fischereigesetz den Schutz der Fischbestände eindeutig vorschreibt, habe sich seit über 20 Jahren mit diesem Problem beschäftigt, zahlreiche Versammlungen mit sämtlichen zuständigen Behörden und Verbänden einberufen und sei von diesen immer wieder in seiner Argumentation bestätigt worden. Leider sei trotz aller Bemühungen bisher keine Verbesserung des Gewässerzustandes erreicht worden.
Im Gegenteil, der Fluss grabe sich immer tiefer in sein Bett ein und werde dadurch zwangsläufig auch zu einer ständig fortschreitenden Verlandung der Hasealtarme führen, die nach § 28a Nieders. Naturschutzgesetz als besonders geschützten Biotope gelten. Dadurch sei der Fischbestand in den Altarmen besonders auch im Winter bei einer längeren Frostperiode durch Sauerstoffmangel stark gefährdet. Zuversichtlich stimme zur Zeit nur, dass das NLWKN Cloppenburg eine Machbarkeitsstudie, die offensichtlich auf eine naturnahe Umgestaltung des Flusses abziele, in Auftrag gegeben habe und auch das Wasserrahmenrichtlinienprogramm der EU eine ökologische Aufwertung der Gewässer vorsehe. Der Verbandsvorsteher der Hasewasseracht Cloppenburg, Herr Kolbeck, habe im Sommer letzten Jahres in einer Rundfunkreportage des NDR über das Hasetal darauf hingewiesen, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe, z.B. durch den Einbau von mehreren Sohlschwellen, die nicht nur die starke Strömung und die übermäßige Sohlenerosion stoppen könnten, sondern auch zu einer Erhöhung eines Mindestwasserstandes beitragen könnten.
Nach vierjähriger Planungs- und Bauphase wurde der gemeinsam mit der Stadt, dem Hegering, dem Rehaverein und dem Haseauenverein angelegte Haseauen-Erlebnispfad Brockhöhe im August 2009 offiziell eröffnet, berichtete der 1. Vorsitzende. Bereits kurze Zeit nach der Einweihung des Projektes habe die Öffentlichkeit den Lehrpfad sehr gut angenommen und den Initiatoren viel Lob und Anerkennung gespendet.
Als vorrangiges Ziel des Vereins im Jahr 2009 bezeichnete Thomann eine deutliche Verbesserung des Gewässerangebotes für seine zahlreichen Mitglieder durch die angestrebte vorzeitige Befischung und Bewirtschaftung eines Teilbereiches am Merschsee, der bereits in diesem Frühjahr im Uferbereich bepflanzt werden solle. Zurzeit werde das Gewässer noch verbotenerweise im Sommer von Badegästen benutzt, die vor allem große Mengen Müll hinterließen.
In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landkreis und dem Diplom-Biologen des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, Dr. Jens Salva, seien am Elberger See im letzten Jahr einige Maßnahmen zur Verbesserung von Ablaichmöglichkeiten der Fische und deren Schutz vor Kormoranen geschaffen worden.

Einen ausführlichen Überblick über die finanzielle Situation des Vereins vermittelte Geschäftsführer Peter Wietstock der Generalversammlung. Um sich die Befischungsrechte für den Elberger See dauerhaft zu sichern, habe der Verein bereits vor einigen Jahren einen großen Teil des Gewässers käuflich erworben und mit den Eigentümern der restlichen Fläche einen Pachtvertrag mit vorerst 30jähriger Laufzeit abgeschlossen. Eine weitere Grundstücksimmobilie könne der FV Löningen durch den Kauf eines 2 ha großen Geländes in Ehren, auf dem anschließend ein Gewässer angelegt worden sei, schon seit Jahren sein Eigentum nennen.
Die Mitgliederzahl in der Seniorenabteilung sei auch 2009 wieder geringfügig angestiegen, die Anzahl der Jungangler blieb konstant. Insgesamt hätten dem FV Löningen in der Seniorenabteilung 572 und in der Jugendgruppe 140 Mitglieder angehört.

Allein für Besatzfische, Gewässerpflege, Pachten, Verbandsbeiträge und Verwaltungskosten habe der Verein im vergangenen Jahr insgesamt über 30.000 Euro aufgewendet. Ein besonderes Lob hielt Wietstock für den 1. Vorsitzenden Rudolf Thomann bereit, der nicht nur seit 1988 mehr als 1.000 Personen bei einer äußerst geringen Durchfallquote zu Fischern ausgebildet, sondern als Projektleiter für den Naturerlebnispfad mit großem Engagement den Hauptteil der Planungsarbeiten geleistet habe. Auf Antrag der Kassenprüfer Siegfried Handke und Peter Schober wurde dem Vereinsvorstand einstimmig die Entlastung erteilt.

Die silberne Ehrennadel für 20jährige Mitgliedschaft erhielten Reinhard Feierabend, Dieter Grünloh, Marianne Jung, Günter Labetzke, Thomas Rechtien, Nikolaus Wetsch und Manfred Wördemann.
Mit der goldenen Ehrennadel für 30jährige Vereinszugehörigkeit wurden Manfred Behnken, Martin Finke, Helmut Fresenborg, Fritz Heise, Hans Kremkus, Dietmar Schober und Peter Schober ausgezeichnet.




 

Jungangler sind auch im Tierschutz aktiv
- Aalfang blieb 2009 konstant -


Auf umfangreiche Fischbesatz- und Gewässerpflegemaßnahmen wies Gewässerwart Karl-Heinz Jankowai in seinem Jahresrückblick 2009 auf der Generalversammlung des Löninger Fischereivereins hin (MT berichtete bereits). Für die Pflege der Gewässer hätten die Vereinsmitglieder 440 Arbeitsstunden geleistet und als Laichhilfen für den Fischbestand über 50 Weihnachtsbäume im Elberger See versenkt.

Die ursprünglich geplante Entschlammung des Löninger Hasealtarmes "Carl Lange", der besonders stark von einer Verlandung bedroht sei, sei leider von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises mit dem Hinweis auf den § 28a Landschafts- und Biotopschutz im vergangenen Jahr abgelehnt worden. Jankowai betonte, dass der FV Löningen allein für den Besatz seiner Gewässer mit Jungaalen jährlich 3.500 Euro aufwende. Das entspreche über 50 % der Gesamtbesatzkosten. Daher seien die Aalfänge in den letzten Jahren konstant geblieben seien. Im letzten Jahr hätten die Vereinsmitglieder 1.200 Aale im Gesamtgewicht von rund 370 kg in die Fangmeldungen eingetragen. Über die der EU eingereichten deutschen Aalbewirtschaftspläne, durch die eine Rückkehr von 40% der geschlechtsreifen Blankaale aus den Binnengewässern zum Ablaichen ins karibische Sargassomeer erreicht werden soll, sei noch nicht endgültig entschieden worden. Ein zeitweises Aalfangverbot durch die EU, das zur Zeit im Gespräch sei, gebe es noch nicht.

Der stellvertretende Geschäftsführer Werner Tesch berichtete über die im vergangenen Jahr durchgeführten Kontrollen der vereinseigenen Fischereiaufseher. Dabei seien lediglich 2 Verstöße gegen die Befischungsordnung festgestellt und ein Vereinsmitglied mit einer einjährigen Angelsperre belegt worden.

Auf einen reibungslosen Ablauf der im letzten Jahr durchgeführten Vereinsveranstaltungen wies Sportwart Wilfried Kerperin in seinem Jahresbericht hin. Aus dem Angeln für einen guten Zweck sei auch 2009 wieder ein Überschuss von 1.000 Euro für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt worden. Durch den Fang eines über 6 Kilogramm schweren Hechtes beim Raubfischangeln des Vereins habe sich Günter Hölzen die Fischerkönigswürde 2009 gesichert, während Katharina Ostermann als Fischerkönigin aus dem Damenangeln hervorgegangen sei.
Als erfolgreichste Teilnehmer an den 2009 durchgeführten Hegefischen hätten im Jahr 2009 Jürgen Willen, Geoffry Blömer, Holger Eilermann, Friedhelm Rensen und Peter Wietstock ausgezeichnet werden können.

Jugendwart Markus Beintken berichtete über die ständigen Bemühungen des Löninger Fischereivereins, die Jungangler verstärkt in die Natur- und Tierschutzaktivitäten mit einzubinden. Die Mitglieder der Jugendgruppe hätten im letzten Jahr nicht nur geangelt, sondern auch biologische Wasseruntersuchungen und Müllsammelaktionen durchgeführt sowie zahlreiche Nistkästen für Fledermäuse und Singvögel gebaut. Neben zahlreichen Gemeinschaftsangeln stünde auch in diesem Jahr wieder ein Angelausflug für besonders aktive Mitglieder, die sich auch an den Natur- und Umweltmaßnahmen beteiligen, auf dem Veranstaltungskalender.
Jugend-Fischerkönig 2009 wurde Christian Richter, den zweit- bzw. drittschwersten Fisch hätten Michael Anneken und Steffen Brümmer gefangen. Als erfolgreichste Teilnehmer an den Hegefischen 2009 wurden in der Altersgruppe A Vanessa Diekmann, Sven Willen und Phil Schelze und in der Gruppe B Ralf Behnken, Patrick Stindt und Eike Kramer ausgezeichnet.




Generalversammlung 2010

Mit der goldenen Ehrennadel für besondere Verdienste wurden Friedhelm Rensen und Günter Anneken (von links nach rechts im Bild) vorzeitig ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel für 30jährige Mitgliedschaft wurde an Peter Schober und Manfred Behnken (3.und 4.von links) verliehen. Die silberne Ehrennadel für 20jährige Vereinszugehörigkeit erhielt Günter Labetzke (rechts im Bild).
Präsente überreichte Geschäftsführer Peter Wietstock (rechts im Bild) an
Werner Tesch, Rudolf Thomann und Markus Beintken (von links nach
rechts) für ihren besonderen Einsatz bei der Anlegung des Haseauen-Erlebnispfades in der Löninger Brockhöhe.
Die erfolgreichsten Jungangler des Löninger Fischereivereins wurden
von den Jugendwarten Markus Beintken (links im Bild) und Jürgen Frilling (rechts im Bild) ausgezeichnet.



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