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FISCHBESATZ

Fischbesatz 2013

Im November wurden wieder umfangreiche Besatzmaßnahmen in unseren Pachtgewässern durchgeführt, um den Fischbestand zu stützen und den Mitgliedern des FV Löningen optimale Bedingungen zu bieten.

Knapp 10.000 € wurden im Jahr 2013 für den Fischbesatz aufgewendet. Der Anteil des Aalbesatzes, der schon imFrühjahr eingebracht wurde, machte dabei etwa die Hälfte aus. Allerdings wurde wie auch in den Jahren 2011 und 2012 der Aalbesatz wieder mit 60 % aus Landes- und EU-Mitteln bezuschusst.

Der Besatz im einzelnen:

Aal 78 kg

Hecht 220 Stück

Zander 155 Stück

Karpfen SK II und III 490 kg

Schleie 60 kg

Gründling 1000Stück




 

MT-Pressebericht vom 12.12.2013

Löninger Angler investieren in nachhaltigen Fischbestand und Gewässerschutz

„Wer kümmert sich um die Fische in unseren Binnengewässern? In Deutschland spielen Angelvereine hierbei eine zentrale Rolle. Sie sind die Hauptpächter und -inhaber von Fischereirechten. Damit einher geht die Verpflichtung zur Hege und Pflege der Gewässer. Ihrer gesetzlich fixierten Verantwortung für die Gewässerhege und -pflege stellen sich Angelvereine unter anderem durch den periodisch durchgeführten Fischbesatz.“

So der Ausgangspunkt eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Fischerei-Forschungsprojekts für Nachhaltigkeitsforschung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin, dem bundesweit größten Forschungszentrum für Binnengewässer. Dieser Pflicht zur Gewässerhege kam auch in diesem Jahr der Löninger Fischereiverein mit erheblichen Kosten nach. Knapp 10.000 Euro wurden für Besatzfische investiert. Über 400 kg Karpfen und 60 kg Schleien ergänzen den Fischbestand in den Pacht- und Eigengewässern des Vereins. Da besonders die Vermehrung der Raubfische in den Fließgewässern wie Hase, Radde und Mühlenbach wegen der hohen Fließgeschwindigkeit und der Strukturarmut nur unzureichend ist, wurden in diese Gewässer Hunderte von Junghechten und –zandern eingebracht. So sollen hier natürliche Fortpflanzungsengpässe kompensiert werden.
Aber auch Kleinfische, von denen einige auf der „Roten Liste“ der bestandsbedrohten Tiere stehen, die aber in einem Gewässer eine wichtige ökologische Rolle spielen, gehören zum Besatzprogramm der Löninger Angler. So wurden 2013 in einige Gewässer Tausende Gründlinge, die selten länger als 10 cm werden, eingesetzt.
Schon im Frühjahr waren die Löninger Vereinsgewässer mit 78 kg Jungaalen besetzt worden. Das entspricht etwa 12000 Tieren. Allein für den Aalbesatz wurden hier fast 6000 € aufgewendet. Mittlerweile hat man auch auf europäischer Ebene eingesehen, dass die Aalbestände besonders durch die Turbinen der Wasserkraftwerke und durch den jahrelangen massiven Export von Glasaalen nach Fernost bedroht sind. Auch die stark angestiegenen Kormoranbestände scheinen hier eine Rolle zu spielen. So wird der Aalbesatz, der allerdings durch die Vereine um 50 % erhöht werden muss, seit 2011 aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds bezuschusst(MT berichtete).
Die Vereinsführung hofft, seinen über 700 Mitgliedern durch die Sicherung und Aufstockung der Fischbestände sein Gewässerangebot noch attraktiver gemacht zu haben. Dazu zählen auch strukturelle Gewässerverbesserungen, wie z.B. das Einbringen von Totholz, der Bau von Eisvogelbrutstätten und das Anlegen von Flachzonen am Baggersee in der Löninger Mersch, an dem 2011 Teilstrecken angepachtet werden konnten. Dieser See darf aber erst ab dem 1. April 2014 befischt werden.
(Text und Foto: Rudolf Thomann)




 
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