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Laichzone am Bunner Altarm
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Dankschreiben aus Peru
Seltener Fang einer kapitalen Barbe
Abangeln der Jugendgruppe
Aalkörbe kennzeichnen!
Damenangeln
Fangbeschränkung für den Merschsee
Nachtangeln der Jugendgruppe
Dankeschön-Grillen
Fischbrut im Merschsee
Uferschwalben am Merschsee
Aalbesatz
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Fischerlehrgang
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Generalversammlung
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GENERALVERSAMMLUNG
 



 

Für besondere Leistungen wurde der 80jährige Heinrich Eck (2.von links) zum Ehrenmitglied ernannt.
Die goldene Ehrennadel für besondere Leistungen erhielten vorzeitig Markus Beintken und Karl-Heinz Jankowai, die silberne Ehrennadel für besondere Verdienste ging an Dieter Schewe (3.-5. von links nach rechts). Geschäftsführer Peter Wietstock (links im Bild) gratulierte den verdienten Vereinsmitgliedern.




Pressebericht zur Generalversammlung am 27.2.15

Löninger Fischereiverein mit umfangreichen Umweltschutzmaßnahmen
- Für Pflege der Gewässer 10.000 Euro aufgewendet -

Die Berichte des Vorstandes über umfangreiche Gewässerpflegemaßnahmen und Aktivitäten für den Tier- und Naturschutz standen im Mittelpunkt der Generalversammlung des Löninger Fischereivereins im Vereinslokal Lüdeke-Dalinghaus. Aus dem Jahresrückblick des 1.Vorsitzenden Rudolf Thomann ging deutlich hervor, dass besonders die Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des angepachteten Teilbereiches des Merschsees, der ab dem 1. April 2014 zur Befischung freigegeben wurde, im vergangenen Jahr den Schwerpunkt der Vereinsarbeit bildeten. Besonderen Wert habe der Vereinsvorstand dabei auf die Umsetzung von Tier- und Naturschutzmaßnahmen gelegt.
Vom Landesfischereiverband Weser-Ems zur Verfügung gestellte Fledermaus- und Vogelnistkästen wurden von Mitgliedern der Jugendgruppe in der Nähe des Sees aufgehängt und eine Benjeshecke zum Schutz und Lebensraum für Tiere und Pflanzen aufgeschichtet. Durch das Einbringen von Totholz und speziellen Laichbürsten aus Kunststoff in das Gewässer sowie die Anlegung von geschützten Flachzonen im Uferbereich habe der Verein weiterhin für die Fische geeignete Ablaichmöglichkeiten geschaffen.
Besonders erfreut zeigte sich der Vorsitzende darüber, dass die im Spätherbst 2013 am Merschsee erstellten zwei Inseln, die sich innerhalb von unzugänglichen Schonbezirken befinden, bereits im folgenden Frühjahr vom Eisvogel als Brutstätte angenommen wurden. Bei einer Kontrolle im Herbst sei in einer Steilwand eine Öffnung entdeckt worden, die von einem Fachmann des „NABU-Bundesfachausschusses Ornithologie und Vogelschutz“ zweifelsfrei als Eingang zu einer Eisvogelbrutröhre identifiziert worden war. „Auf einen solch schnellen Erfolg unserer Bemühungen für den Eisvogelschutz hat keiner zu hoffen gewagt“, zeigte sich Thomann erfreut.

Um die Anfahrtsmöglichkeiten an den Merschsee für die Vereinsmitglieder zu verbessern, habe der FV Löningen Ende 2014 den Genossenschaftsweg von der Hüe und der Sackmoorstraße bis zum Parkplatz am Gewässer komplett von einem Fachbetrieb ausschottern lassen. Nach Vorlage der Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und fachlicher Beratung sei im letzten Jahr am Elberger See die durch Wellenschlag stark abgespülte Uferböschung auf einer Länge von fast 100 Metern unter Einsatz schweren Arbeitsgerätes wieder instandgesetzt worden. Für diese Maßnahme seien viele Faschinen, Abdeckvlies, über 100 Begrenzungspfähle und fast 150 Kubikmeter Boden, der vom Merschsee angefahren werden musste, verbaut worden.
Der Vorsitzende berichtete, dass der durch Begradigungsmaßnahmen vor mehreren Jahrzehnten kanalartig umgestaltete Löninger Mühlenbach von der ehemaligen Duderstädter Mühle bis zur Grünsammelstelle in Löningen gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie über Kompensationsmaßnahmen der Stadt Löningen renaturiert werden solle(Die MT berichtete). Die Planung, in die auch der Biologe des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, Dr. Jens Salva, mit eingebunden wurde, sei bereits so weit fortgeschritten, dass ein Beginn der Baumaßnahmen im Herbst 2015 nicht unwahrscheinlich sei. Geplant sei als Fernziel, über eine Gewässerstrecke von etwa drei Kilometern dem Löninger Mühlenbach von Duderstadt bis Löningen ein neues, naturnah verlaufendes Flussbett zu geben. Das alte Bachbett werde dann als Altwasser Fischen, Vögeln, Amphibien und Insekten einen neuen Lebensraum bieten. Am Rande des Flusslaufs sollen ein Auenwald, Erlen-Bruchwälder und Kleinwasserzonen entstehen.

Auf eine zufriedenstellende finanzielle Situation des Löninger Fischereivereins wies Geschäftsführer Peter Wietstock in seinem Jahresrückblick hin. Trotz der enormen Kosten in Höhe von 10.000 Euro, die im letzten Jahr allein für Gewässerpflegemaßnahmen zur Verfügung gestellt worden seien, gebe es keinen Anlass zu einer Beitragserhöhung. Die Mitgliederzahlen hätten sich auch im Jahr 2014 weiterhin positiv entwickelt. Im zurzeit laufenden Fischerlehrgang, der bereits wenige Tage nach Bekanntgabe der Anmeldefrist ausgebucht war, befänden sich 42 Personen, die nach bestandener Prüfung in den FV Löningen eintreten möchten.

Ein besonderes Lob und ein Präsent gab es von der Geschäftsführung für den Vorsitzenden Rudolf Thomann, der seit 1988 als Ausbilder bereits 1.300 Personen erfolgreich durch die Fischerprüfung gebracht habe, die vereinseigene Homepage ständig aktualisiere und sich im letzten Jahr besonders aktiv für die ökologische Aufwertung der Vereinsgewässer eingesetzt habe.
Aus dem Bericht des stellvertretenden Geschäftsführers Werner Tesch ging deutlich hervor, dass auch 2014 wieder von den Fischereiaufsehern umfangreiche Kontrollen an den Gewässern durchgeführt wurden. Gegen einige Vereinsmitglieder habe man Verstöße gegen die interne Befischungsordnung ahnden müssen.
Für 20jährige Vereinszugehörigkeit wurden Manfred Bäker, Wilhelm Burlage, Horst Heilmann, Eckhard Laufer, Josef Laumann, Hubert Rassel, Klaus Seewald und Jürgen Wichmann ausgezeichnet.
Die goldene Ehrennadel für 30jährige Mitgliedschaft erhielten Holger Eilermann, Ingrid Meyer, Udo Petschull, Günter Post, Clemens-August Purk, Jürgen Rolfes, Ludger Rolfes, Ulrich Schoo und Karl-Heinz Sliwka.




 
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